SPIRIT OF PEACE

Editions

LP: Cicada 001 - 1985 - Norway [ Two versions. See: pictures ]
CS: Cicada C-001-4 - 1985 - Norway
CS: Verlag Hermann Bauer 8528 - Germany [ Titled: ‘Geist des Friedens’ ]
LP: Base KS 80 034 - 1986 - Italy
CD: Spalax SPA 14216 - France - 1992
CD: Spalax - France - 1994
CS: Ananda Music AM 042 - Poland
CD: Ananda Music AM 127 - Poland - 2015
DLP: One Way Static OWS15 - 2017 - UK [ 300 copies. Pink-silver swirl vinyl. Insert with extensive liner notes ]
DLP: One Way Static OWS15 - 2017 - UK [ 700 copies. Black vinyl. Insert with extensive liner notes. Screen-printed D-side ]

Tracks

Track list from Cicada 001 - 1985:

Side 1:
We know about the need* - (Fricke) - 4:20
Spirit of Peace - (Fricke) - 7:00
Song of Earth - (Fricke) - 8:07

Side 2:
Take the Tention High - (Fricke/Fichelscher) - 17:27

Track list from Verlag Hermann Bauer 8528:

Side 1:
Wir wissen von der Not - (Fricke) - 4:20
Geist des Friedens - (Fricke) - 7:00
Lied der Erde - (Fricke) - 8:07

Side 2:
Die Hochzeit zu Kanaa - (Fricke/Fichelscher) - 17:27

Track list from One Way Static OWS 15:

Side A:
We Know About The Need - 4:29
Spirit Of Peace I - 3:23
Spirit Of Peace II - 7:23

Side B:
Spirit Of Peace III - 8:00
Song Of Earth - 8:16

Side C:
Take the Tention High - 17:48

Liner notes

Liner notes from Cicada 001 - 1985:

*Music of Werner Herzog film about Reinhold Messner: "Gasherbrun - die leuchtende berg".

Words:
YEHUNG
HAND IN HAND

Popol Vuh:
Florian Fricke - piano, vocal
Renate Aschauer-Knaup - vocal
Daniel Fichelscher - acoustic guitars

guests:
Conny Veit - el.guitar
Bernd Wippich - el.guitar

All songs composed by Florian Fricke, except ‘Take the Tention High’by Fricke/Fichelscher
Recorded at Quadrat Studio, München, March-June 1985
Recorded and mixed by Bernd Wippich
Produced by Florian Fricke/Popol Vuh
Published by Autobahn Musikverlag, München.
Cover concept by F. Fricke.
Cover design by Tormod Opedal and Erik Wollo.

Liner notes from Verlag Hermann Bauer 8528:

Über diese Musik sagt der Komponist Florian Fricke: ‘Ich hatte die Vision von einer Musik der kommenden Zeit. Dies ist die Musik, die gleichsam aus sich selbst geboren wurde, der du nicht zuhören musst und sie dennoch hörst, die den inneren Menschen berührt und das ewig Wertvolle in ihm in die Gegenwart bringt. Sie verändert deine Wahrnehmung - ein neuer Raum entsteht, ein inneres Lächeln, ein stiller See. Eine Musik, die aus einer inneren Heimat kommt, die niemanden gehört und allen gemein ist - Musik, die Herzen öffnet.’

Quotes

1970:
“Die fortschrittlichste, ausgereifteste, und vielleicht wichtigste deutsche Plattenproduktion will jedoch bis jetzt noch keine Plattenfirma veröffentlichen. Zu wenig expressiv, zu weit voraus, zu aleatorisch erscheint den bei Deutschlands etablierten Plattenfirmen angestellten Produktions-Managern die bereits für eine Plattenveröffentlichung fertiggestellte Bandaufnahme der Münchener Gruppe POPUL VUH. Unter diesem Namen arbeiten drei Musiker, zwei von ihnen (Florian Fricke und Frank Fiedler) zaubern auf dem Moog Synthesizer, und Holger Trülzsch spielt die Perkussionsinstrumente. Die Gruppe kam kürzlich in unsere Redaktion und spielte uns zwei Bänder vor, von denen je eins für eine Plattenhälfte bestiummt ist.
Nachdem wir auf dem Moog so viel synthetisches Zeug gehört haben, war die Moog-Musik des Münchener Trios eine Offenbarung. Hier werden nicht mit Elektronik natürliche Instrumenten nachgeäfft, hier wird auch kein elektronischer Klangbrei fabriziert, sondern POPUL VUH ist die erste Gruppe, von der wir wirkliche Moog-Musik gehört haben. Dies ist eine Musik, die man nur auf dem Moog machen kann. Rhythmisch wird sie nicht nur durch elektronische Rhythmus-Schablonen, sondern auch durch Bongo- und Schlagzeugrhythmen, die auf natürlichen Instrumenten entstanden sind, bereichert.
Viele Leute, die dem Moog-Synthesizer noch skeptisch gegenüberstehen, dürften sich bei diesen Aufnahmen fragen, warum das nicht veröffentlicht wird.
Doch niemand sollte sich wundern, wenn am Ende diese Aufnahme der POPUL VUH auf dem Ohr-Label erscheint.”(Sounds)

1970:
“Die Münchener Gruppe Popol Vuh über deren erste Plattenproduktion Sounds im Novemberheft berichtete, hat einen Schallplattenvertrag bei Liberty unterschrieben. Anfang nächsten Jahres soll Ihre erste lp erscheinen.” (Sounds)

1993:
Keyboards
: Kommen wir jetzt zur ersten Popol Vuh-Platte, auf der du den Moog eingesetzt hast, die 1970 entstandenene LP ‘Affenstunde’.
Florian Fricke: Die ‘Affenstunde’ war damals so überraschend neu, daß sie auch gleich ein entsprechendes Echo gefunden hat. Sie ist in einer Zeit entstanden, in der man - nach all den repetitiven Klischees wie dem Schlager in Deutschland und dem Rock und Pop in den USA - das Bedürfnis nach neuen Klängen hatte. Die ‘Affenstunde’ wurde wie in einem Live-Prozeß hergestellt, also ohne verschiedene Takes anzufertigen, die dann einander zugeordnet wurden. Es wurde alles in einem Zug gespielt und aufgenommen. Neu war die Klangwelt, die den Hörer in einem anderen Raum versetzte, als das die bisherige Musik volbringen konnte. Die Platte wurde zwar kein Welterfolg aber sie hat eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen in der ganzen Welt außerordentlich angesprochen.
Allein der Titel ‘ Affenstunde’ war schon exotisch, weil man assoziieren musste, was damit gemeint war: die Erhebung des Menschen vom Tier, von sich selbst zu wissen und Fantasie zu entwickeln.(Keyboards)

1996:
Gerhard Augustin
: Did the title AFFENSTUNDE have a double meaning for you? Like a first step for the band's genesis of the book "Popol Vuh"?
Florian Fricke: Yes, it had a double meaning. Each title has to be open for associations. That is a creative offer. What I, myself, really understand from AFFENSTUNDE, is that it is the moment when the human being becomes a human being, where man becomes man. When a human being becomes a human being and is no longer an ape any longer. So that is my double meaning for AFFENSTUNDE, that is the moment where the human being of a monkey turns into the human being of a human kind.
Gerhard Augustin: I have thought that AFFENSTUNDE could have been a kind of 'trip-music' for you, and you were inspired by your own drug experience. Is this right, or how do you feel about that?
Florian Fricke: We were all, in one way or another, involved in some sort of excitement, which you may call drugs, whether it was taking LSD, or smoking hashish, grass or marijuana - minor experiences. But you know that the way electronic instruments could be used in those days offered such fantastic opportunities to express oneself. There's no doubt about it that my music has delighted a lot of people who were into drugs or smoking or taking trips or whatever, that was part of our musical culture in those days. And my music was especially geared towards this clientele. I did not make music for classical music lovers, but for people that were into contemporary, new music. But I did not make the music because of that. (Eurock)

1997:
Florian Fricke
: Ich glaube trotzdem, daß du keine Ahnung davon hast, wie wir damals gearbeitet haben. Klar haben wir experimentiert und wollten etwas Neues, Eigenständiges gestalten. Aber zu welchm Preis! Ich erinnere mich noch an die Aufnahmen zur ersten Popol Vuh-Platte ‘Affenstunde’, als ich mit zwei Revox-maschinen arbeitete und nicht das Knowhow hatte, um sie in paralleler Geschwindigkeit am Laufen zu halten. Es ist mir prompt mißlungen, deshalb stehe ich bis heute nur zum ersten Stück dieser Platte. Für mich war meine technische Unwissenheit ein Versagen, für etliche Leute aber klang das Resultat völlig abgedreht. Also: wenn ich andere Maschienen hätte, wäre sicher eine andere Platte entstanden. Vielleicht kein Angeblicher ‘Meilenstein der elektronischen Musik’. (Fachblatt Musik Magazin

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