AGAPE AGAPE LOVE LOVE

Editions

LP: Uniton U 015 - 1983 - Norway
LP: Base U 015 - Italy
CS: Verlag Hermann Bauer 8580 - Germany
CD: Spalax SPA 14215 - 1992
CD: Spalax - France - 1996
CS: Ananda Music AM 041 - Poland
CD: SPV 085-70252 - Germany - 2004 [ With bonus track
CD :Ananda Music AM 126 - Poland - 2015
LP: One Way Static OWS 14 - 2017 – UK [ 300 copies. Green-brown swirl vinyl. Insert with extensive liner notes ]
LP: One Way Static OWS 14 - 2017 – UK [ 700 copies. Black vinyl. Insert with extensive liner notes ]
CD: BMG 538694362 - EU - 2021 [ With bonustrack 'Circledance' ]

Tracks

Track list from Uniton 015 - 1983:

Side 1
Hand in Hand - (Fricke) - 3:00
They danced, they laughed, as of old - (Fichelscher) - 4:53
Love, Life, Death - (Fricke) - 1:27
The Christ is near - (Fricke) - 3:50
Love-Love - (Fricke) - 5:24

Side 2:
Behold, the Drover summons - (Fricke) - 5:55
Agape-Agape - (Fricke) - 4:56
Why do I still sleep - (Fricke) - 8:00

Track list from Verlag Hermann Bauer  8580:

Side 1:
Siehe, der Treiber ruft
Agape Agape
Warum schlaf ich noch? 

Side 2:
Hand in Hand
Sie lachten, sie Tanzten wie ehedem
Liebe, Leben, Tod 
The Christ is near
Liebe Liebe

Extra track on SPV 085-70252 - 2004 / One Way Static OWS 14 - 2017:

Circledance - 2:36  

Liner notes

Liner notes from Uniton U 015 - 1983:

Popol Vuh:
Florian Fricke - piano, vocal, perc.
Daniel Fichelscher - guitars, vocal, perc.
Conny Veit - guitar
Renate Knaup - vocal

co-worker:
Frank Fielder, Jan Lorck-Schierning, Nina

All songs composed by Florian Fricke,
except ‘They danced, they laughed, as of old’(Daniel Fichelscher)
Published by Uniton Music
Recording and mixing:
Stefan Massimo Jauch, Peter Kramper, Angie Melitoupulos
Bavaria Musikstudio, Munich, June-October 1982
Produced by Florian Fricke/Popol Vuh
c & p 1983 Uniton Records, Etterstadsletta 3, Oslo 6, Norway
Cover Design: Bengt Olsson


AGAPE - AGAPE
LOVE - LOVE

Behold, the drover summons:
why do I still sleep?
Behold, the drover summons:
Agape, Agape
hand in hand.
Behold the drover summons:
Ha Ram Sam Sam
Ha Ram Sam Sam
Gully Gully, Gully Gully
Gully Ram Sam Sam
Agape, Agape
love, love
why do I still sleep?

Liner notes from Verlag Hermann Bauer 8580:

"Es ist die hohe Aufgabe der Musik, Himmel und Erde zu vereinen. Im Entbrennen, in der Hingabe findest du den Weg zum Herzen der lebendigen Kraft, zur großen Liebe, die nichts will und nichts von sich weiß. Dann erhebt sich dein Gesang in die Sphären und du singst mit den Engeln Hand in Hand." Florian Fricke

Inspiriert von dem großen Sufi-Dichter Rumi, hat Popol Vuh eine Musik geschaffen, in der die Kraft der Verzauberung schwingt. Sie führt den Hörer von den Träumen des Lebens zur Wirklichkeit der Liebe. Lieder wie 'Siehe, der Treiber ruft' oder ' Warum schlafe ich noch? ' gemahnen an das Erwachen zur Liebe und finden ihre Antwort in dem Titellied ' Agape-Agape' , einer beschwörenden Anrufung der Liebe. Die strenge Rhythmik der A-capella-Chöre und der zweistimmigen Lieder, begleitet von akustischen und elektrischen Saiteninstrumenten, meiden jede Nähe zu einer Süßlichkeit.

Remarks

I have always been asking myself what might be the meaning of the titles ‘Dream Part 4', ‘Dream Part 5' and ‘Dream part 49'. The following connection with the work of Lamonte Young may shed some light on it.

In july 1969 La Monte Young and Marian Zarzeela were in Munich for their first public performance of their so called ‘Dream House’ concept. Young used the term ‘Dream House’ for his experiments with environments of continuous light and sound that he started in the early sixties.
Florian Fricke reviewed the Munich concert for the Süddeutsche Zeitung (july 8, 1969)

Part of this concert was released on the ‘Black Album’ (Edition X, 1969):

side 1
31 VII 69 10:26 - 10:49 PM Munich From Map Of 49's Dream The Two Systems Of Eleven Sets Of Galactic Intervals Ornamental Lightyears Tracery (23:03)

side 2
23 VIII 64 2:50:45-3:11 AM The Volga Delta From Studies In The Bowed Disc (20:21)

Quotes

1970:
“Die fortschrittlichste, ausgereifteste, und vielleicht wichtigste deutsche Plattenproduktion will jedoch bis jetzt noch keine Plattenfirma veröffentlichen. Zu wenig expressiv, zu weit voraus, zu aleatorisch erscheint den bei Deutschlands etablierten Plattenfirmen angestellten Produktions-Managern die bereits für eine Plattenveröffentlichung fertiggestellte Bandaufnahme der Münchener Gruppe POPUL VUH. Unter diesem Namen arbeiten drei Musiker, zwei von ihnen (Florian Fricke und Frank Fiedler) zaubern auf dem Moog Synthesizer, und Holger Trülzsch spielt die Perkussionsinstrumente. Die Gruppe kam kürzlich in unsere Redaktion und spielte uns zwei Bänder vor, von denen je eins für eine Plattenhälfte bestiummt ist.
Nachdem wir auf dem Moog so viel synthetisches Zeug gehört haben, war die Moog-Musik des Münchener Trios eine Offenbarung. Hier werden nicht mit Elektronik natürliche Instrumenten nachgeäfft, hier wird auch kein elektronischer Klangbrei fabriziert, sondern POPUL VUH ist die erste Gruppe, von der wir wirkliche Moog-Musik gehört haben. Dies ist eine Musik, die man nur auf dem Moog machen kann. Rhythmisch wird sie nicht nur durch elektronische Rhythmus-Schablonen, sondern auch durch Bongo- und Schlagzeugrhythmen, die auf natürlichen Instrumenten entstanden sind, bereichert.
Viele Leute, die dem Moog-Synthesizer noch skeptisch gegenüberstehen, dürften sich bei diesen Aufnahmen fragen, warum das nicht veröffentlicht wird.
Doch niemand sollte sich wundern, wenn am Ende diese Aufnahme der POPUL VUH auf dem Ohr-Label erscheint.”(Sounds)

1970:
“Die Münchener Gruppe Popol Vuh über deren erste Plattenproduktion Sounds im Novemberheft berichtete, hat einen Schallplattenvertrag bei Liberty unterschrieben. Anfang nächsten Jahres soll Ihre erste lp erscheinen.” (Sounds)

1993:
Keyboards
: Kommen wir jetzt zur ersten Popol Vuh-Platte, auf der du den Moog eingesetzt hast, die 1970 entstandenene LP ‘Affenstunde’.
Florian Fricke: Die ‘Affenstunde’ war damals so überraschend neu, daß sie auch gleich ein entsprechendes Echo gefunden hat. Sie ist in einer Zeit entstanden, in der man - nach all den repetitiven Klischees wie dem Schlager in Deutschland und dem Rock und Pop in den USA - das Bedürfnis nach neuen Klängen hatte. Die ‘Affenstunde’ wurde wie in einem Live-Prozeß hergestellt, also ohne verschiedene Takes anzufertigen, die dann einander zugeordnet wurden. Es wurde alles in einem Zug gespielt und aufgenommen. Neu war die Klangwelt, die den Hörer in einem anderen Raum versetzte, als das die bisherige Musik volbringen konnte. Die Platte wurde zwar kein Welterfolg aber sie hat eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen in der ganzen Welt außerordentlich angesprochen.
Allein der Titel ‘ Affenstunde’ war schon exotisch, weil man assoziieren musste, was damit gemeint war: die Erhebung des Menschen vom Tier, von sich selbst zu wissen und Fantasie zu entwickeln.(Keyboards)

1996:
Gerhard Augustin
: Did the title AFFENSTUNDE have a double meaning for you? Like a first step for the band's genesis of the book "Popol Vuh"?
Florian Fricke: Yes, it had a double meaning. Each title has to be open for associations. That is a creative offer. What I, myself, really understand from AFFENSTUNDE, is that it is the moment when the human being becomes a human being, where man becomes man. When a human being becomes a human being and is no longer an ape any longer. So that is my double meaning for AFFENSTUNDE, that is the moment where the human being of a monkey turns into the human being of a human kind.
Gerhard Augustin: I have thought that AFFENSTUNDE could have been a kind of 'trip-music' for you, and you were inspired by your own drug experience. Is this right, or how do you feel about that?
Florian Fricke: We were all, in one way or another, involved in some sort of excitement, which you may call drugs, whether it was taking LSD, or smoking hashish, grass or marijuana - minor experiences. But you know that the way electronic instruments could be used in those days offered such fantastic opportunities to express oneself. There's no doubt about it that my music has delighted a lot of people who were into drugs or smoking or taking trips or whatever, that was part of our musical culture in those days. And my music was especially geared towards this clientele. I did not make music for classical music lovers, but for people that were into contemporary, new music. But I did not make the music because of that. (Eurock)

1997:
Florian Fricke
: Ich glaube trotzdem, daß du keine Ahnung davon hast, wie wir damals gearbeitet haben. Klar haben wir experimentiert und wollten etwas Neues, Eigenständiges gestalten. Aber zu welchm Preis! Ich erinnere mich noch an die Aufnahmen zur ersten Popol Vuh-Platte ‘Affenstunde’, als ich mit zwei Revox-maschinen arbeitete und nicht das Knowhow hatte, um sie in paralleler Geschwindigkeit am Laufen zu halten. Es ist mir prompt mißlungen, deshalb stehe ich bis heute nur zum ersten Stück dieser Platte. Für mich war meine technische Unwissenheit ein Versagen, für etliche Leute aber klang das Resultat völlig abgedreht. Also: wenn ich andere Maschienen hätte, wäre sicher eine andere Platte entstanden. Vielleicht kein Angeblicher ‘Meilenstein der elektronischen Musik’. (Fachblatt Musik Magazin

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